Tun Sie doch, was Sie wollen!

Angelika Eder Featured, Marketing für Trainer 0 Comments

Die gute Nachricht: Ihr Marketing darf Ihnen Spaß machen

Facebook, YouTube-Videos oder SEO: Ob Sie im Netz surfen oder auf einer Kollegenveranstaltung herumfragen – jeder nennt Ihnen ein anderes „Geheimrezept“ fürs erfolgreiche Marketing. Schlimmer noch: Für jeden Kanal gibt es glaubwürdige Beweise, dass er großartig funktioniert. Wie soll man sich da orientieren?

Mein Tipp heißt: Tun Sie, was Sie mögen. Und lassen Sie weg, was Ihnen Bauchschmerzen bereitet. Erfahrungsgemäß schaffen es die „Ich-müsste-eigentlich-aber-ich-habe-überhaupt-keine-Lust“-Themen sowieso nicht in Ihre Alltagsroutine.

Die Wege zum Kunden sind individuell

Um das zu illustrieren, drei Beispiele: Drei Coaches bieten Coaching für Geschäftsführer im Mittelstand an. Dazu begehen sie unterschiedliche Wege:

Coach A

A möchte wenig Zeit in sein Marketing investieren. Er hat sich für Anzeigen bei LinkedIn und in einer Fachzeitschrift entschieden, denn er weiß: In der für ihn entscheidenden Altersgruppe von 45 bis 55 ist eine gute Hälfte im Social Web aktiv, die zweite Hälfte jedoch nicht.

Die beiden Anzeigen verweisen auf eine LandingPage. Dort stellt A sein Angebot vor und lädt die Besucher ein, ein kostenfreies PDF herunterzuladen. Dazu müssen sie ihre E-Mail-Adresse hinterlassen. In der Folge erhalten die Besucher das PDF sowie drei aufeinanderfolgende E-Mails, in denen der Coach von Praxisfällen berichtet. In der dritten Mail bietet er ein persönliches ‚Soforcoaching-Gespräch‚ per Telefon an: 30 Minuten kostenlose Beratung für ein Thema, das gerade unter den Nägeln brennt. Der Interessent kann den Termin mit Hilfe eines Tools selbständig einbuchen.

A entscheidet sich in diesem Fall dafür, ein Budget für Werbung in die Hand zu nehmen. Das PDF wie auch die folgenden E-Mails hat er einmal entwickelt – und damit ist es gut. Zu Beginn hat er sein Konzept mehrfach auf Wirksamkeit überprüft und korrigiert. Doch inzwischen funktioniert es bestens. Ein halbjährlicher Check genügt.

Coach B

B liebt die Bühne. Er mag es, die Leute zu begeistern, ihre Energie zu spüren und sie zu lenken. Die Leute spüren das und weil es so ist, hat er sich einen guten Ruf erworben. Inzwischen fragt man ihn an.

Selbstverständlich sorgt er dafür, dass seine Auftritte Nachhall erzeugen: Er bietet allen Zuhörern einen Aktionsrabatt an unter dem Motto: Wer in den nächsten 10 Tagen anruft, bekommt einen Bonus. Außerdem pflegt er einen vierteljährlichen Newsletter, in dem er je ein Fachthema bearbeitet und vor allem Termine nennt, wo er zu hören und zu sehen ist: Auftritte, Messebesuche und Netzwerkabende sind sein bevorzugtes ‚Jagdrevier‘. Für alle haptischen Menschen legt er Booklets mit seinen zehn besten Empfehlungen aus.

Coach C

C schreibt gerne. Sein Blog bildet ab, womit er sich aktuell beschäftigt und welche Aufgaben seine Kunden an ihn herantragen. Das Schreiben verhilft ihm nicht nur zur Öffentlichkeit, für ihn ist es zugleich eine Methode, Themen zu durchdenken und zu erarbeiten. Weil er das seit Jahr und Tag so macht, hat er im letzten Jahr sogar ein Buch herausgegeben.

Einzig die Sache mit dem Netzwerken liegt ihm nicht so. Dies ist aber wichtig, um eine große Zuhörerschaft zu gewinnen. Deshalb hat er sich dafür entschieden, wenige ausgewählte Veranstaltungen zu besuchen und ein überschaubares Netzwerk zu pflegen. Darüber hinaus schaltet er Anzeigen.

Selbstverständlich hat auch er eine LandingPage aufgesetzt und weil er ja bereits reichlich schreibt, ist es ihm leicht gefallen, ein attraktives PDF bereitzustellen – im Austausch gegen E-Mail-Adressen, versteht sich. Da gleicht er Coach A. Auch er hat ein Follow-up mit Kennenlerngespräch ins Programm genommen, das zu einem „Sofort-Coaching“-Programm führt.

Hauptsache: Kundengewinnung konsequent zu Ende denken

Drei Coaches, drei gleiche Angebote: Jeder hat seinen Weg zur Vermarktung gefunden und zwar entlang der persönlichen Neigung. Wichtig ist nur, dass der Prozess der Kundengewinnung von A bis Z durchdacht ist und nicht auf halbem Weg abbricht.

Welcher der drei Wege ist Ihnen am sympathischsten? Oder passt für Sie keiner dieser drei und Sie sind ganz woanders unterwegs? Prima! Denn so funktioniert es und es heißt ja nicht umsonst: Jedes Töpfchen findet am Ende sein Deckelchen … und zwar genau da, wo beide gerne sind und sich treffen.

Mehr Ideen?

In wenigen Wochen startet mein neues Projekt, der „Learn-to-Earn-Entdeckertörn“. Bei Learn-to-Earn gehen zwölf Trainer, Berater und Coaches gemeinsam an den Start, um die Mustervorlage für ihre individuell zugeschnittene Kundengewinnung zu entwickeln.

Meine Kooperationspartnerin Kerstin Boll und ich berichten von unterwegs und erzählen, was die Teilnehmer erleben und zu welchen Entscheidungen sie kommen. Folgen Sie uns einfach bei Facebook oder tragen sich in unseren Newsletter von Learn-to-Earn ein. Wir freuen uns auf Sie!

Über den Autor
Angelika Eder

Angelika Eder

Angelika Eder ist die Frau für die gute Kundenansprache. Aus schnöder Akquise wird bei ihr stets ein ‚akustischer Hingucker‘: Einfallsreich, niemals platt und respektvoll-hartnäckig. Entweder man (frau) traut es sich danach selbst zu oder legt die Direktansprache in ihre Hände. Mit ihrer über 20-jährigen Erfahrung und Marktkenntnis findet sie mit Ihnen ‚Ihren‘ Platz im Trainer-, Berater- und Coach-Markt.

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