Ein Jahr DSGVO – war da was?

Manfred Meyer Podcast-Episode Leave a Comment

Shownotes Folge 30

Ein Jahr DSGVO – war da was?

Ein subjektiver Rückblick auf ein Jahr verschärfter Datenschutz

Stichpunkte

  • Die befürchteten Abmahnwellen sind ausgeblieben
  • Es hat eine Stange Geld gekostet und das Business nicht einfacher gemacht
  • Mit gutem Grund die Facebook-Fanpage auf Eis gelegt
  • es werden keine fremden personenbezogene Daten mehr gepeichert
  • Risiken bei der Nutzung mobiler Endgeräte – besonders Smartphones

Teaser

Nach dem der Start der DSGVO im letzten Jahr viel Arbeit bedeutete, viel Geld gekostet hat und viele Befürchtungen diskutiert wurden, passiert dann in der Folge recht wenig. Der befürchtete Flut von Abmahnungen blieb weitgehend aus. Schnell traten andere Themen wieder in den Vordergrund. Was bleibt, ist u. a. das ungeklärte Problem mit den Facebook-Fanpages. Sind deren Betreiber für die unerlaubte Datenverarbeitung durch Facebook mithaftend? Die Arbeit mit fremden personenbezogenen Daten ist aufwändiger geworden. Und die Nutzung der so beliebten Smartphones ist nicht ohne Risiko. Denn der Zugriff Dritter auf das Gerät lässt sich nur mit hohem Aufwand verhindern. Wenn überhaupt! Siehe die Diskussion um Huawei-Geräte.

Nächste Podcastfolge kommt dann am 10. Juni 2019.

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Transkript Folge 30

Moin, Moin aus Hamburg. Hier ist Manfred vom Trainerlotsen. Ja, nun ist schon über ein Jahr lang die DSGVO Realität und bestimmt ein Teil unseres Business. War da was? Die Aufregung hat sich ja dann doch sehr schnell gelegt. Die befürchtete Abmahnwelle ist nicht durchs Land geschwappt, der Tsunami blieb aus. Die Karawane ist schnell weitergezogen. Außerdem treten schnell wieder andere Aufreger an die Stelle der DSGVO. Die Aufmerksamkeitsspanne der Öffentlichkeit ist meist nur kurz und die Medien leben auch davon, beständig neue Aufmerksamkeit auf neue Themen zu richten und darüber zu berichten. Na ja und dann gab es in den letzten zwölf Monaten ja auch einige andere Dinge, über die man sich so richtig ist echauffieren konnte. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich die Empörungsgründe viel schneller die sprichwörtliche Klinke in die Hand geben. Da ist dann die EU-Urheberrechts-Reform, darauf folgt ein aufgeschobene BREXIT, gefolgt von einem CDU-bashing durch den Youtuber RESO, gefolgt vom Führungschaos bei der SPD und so weiter und sofort. Aber zurück zur DSGV: Als Privatpersonen kann ich abgesehen von so einigen Ungereimtheiten den verschärften Datenschutz nur begrüßen. Als Unternehmer sehe ich das doch deutlich distanzierter. Dafür, dass in der Vorbereitungsphase ist eigentlich hieß, das wir als Mikro-Unternehmer gar nicht das Ziel dieser Verschärfung sein sollten, sondern dass es um die großen Datenkraken ging, dann hat es uns doch ziemlich stark betroffen. Zum einen hat einige tausend Euro gekostet, die an anderer Stelle sicherlich sinnvoll investiert wären. Und es hat unsere tägliche Arbeit tatsächlich behindert, aufwendige gemacht. Als Dienstleister im Bereich Marketing und Vertrieb haben wir immer mal wieder mit fremden personenbezogenen Daten zu tun. Das kann nach DSGVO heikel werden. Deshalb sind wir da vorsichtiger geworden und vermeiden zum Beispiel die Speicherung von diesen Daten in unserem System. Aber zu einem anderen Punkt. Da die Frage, ob ich als Betreiber einer Facebook Unternehmensseite für die wohl ungesetzliche Datenerhebung und Nutzung von Facebook mit verhaftet werde, noch ungeklärt ist, haben wir unsere Seite geschlossen. Das befördert nicht die Kommunikation mit möglichen Kunden. Nein, ganz im Gegenteil. Das ist geschäftsschädigend. Daneben gibt es noch zwei Problemfelder, die eng miteinander verbunden sind und die problematisch in Bezug auf die DSGVO sind. Wir nutzen für unsere Kommunikation in einem hohen Umfang mobile Endgeräte. Nach DSGVO müsste man strikt zwischen privater und geschäftlicher Nutzung trennen und darüber hinaus diese mobilen Datenspeicher aufwendig gegen den Zugriff Fremder schützen. Von der Dokumentations- und Auskunftspflicht nach DSGVO ganz abgesehen Das bedeutet einen beträchtlichen Mehraufwand in der täglichen Nutzung,. Aber hilft das wirklich? Und damit sind wir beim zweiten Punkt: Ich habe da meine Zweifel. Wenn es wirklich stimmt – und nicht nur eine Fake-news trumpscher Art-, das Huawei auf Regierungsanweisung aus Peking in ihren Endgeräten Hintertüren eingebaut hat, was nützen dann alle unsere Sicherheitsvorkehrungen? Herzlich wenig! Also wie gesagt, es bleibt spannend. In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine schöne Woche. Frohe Pfingsten! Und wir hören uns wieder am nächsten Mittwoch in unserem Podcast. Tschüss!

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