Marketing ist viel mehr als nur Werbung und PR

Manfred Meyer Podcast-Episode Leave a Comment

Shownotes Folge 33

Marketing ist viel mehr als nur Werbung und PR

Wer erfolgreich Marketing machen will, muss auch in den Vertrieb investieren

Stichpunkte

  • Marketing ist nicht nur Werbung und PR
  • Daneben gehören das Produkt, der Preis und der Vertrieb dazu
  • Wie bei einem Backrezept darf man nichts weglassen oder das falsche Mischungsverhältnis nehmen
  • Für den Erfolg spielt der Vertrieb eine zentrale Rolle

Teaser

Im alltäglichen Sprachgebrauch nutzen wir viele „fremde“ Worte, deren ursprüngliche Bedeutung nur noch verschwommen wahrgenommen wird. Die dahinter stehenden komplexen Sachverhalte werden schnell komprimiert und damit häufig verkürzt. Und dann bleibt etwas auf der Stecke. Viel ist von Marketing die Rede und meint doch nur Werbung und/oder PR. Ursprünglich meint es aber das Zusammenspiel von Produkt, Preis, Werbung und Vertrieb. Werden diese nicht zusammen bearbeitet, bleibt der Erfolg aus. Wer vom Marketing redet, muss auch Vertrieb meinen … und machen.

Nächste Podcastfolge kommt dann am 3. Juli 2019.

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Transkript Folge 33

Moin, Moin aus Hamburg. Hier ist wieder Manfred vom Trainerlotsen. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mir fällt es im Alltag nicht immer leicht Begriffe korrekt zu benutzen. Vor allem wenn sie aus Spezialgebieten kommen oder fremdsprachlichen/wissenschaftlichen Hintergrund haben. Ganz verrückt wird es, wenn wir bei der Vereinnahmung von fremdsprachlichen Begriffen unsere eigenen, bisweilen sehr eigenwillige Wege gehen. Ein Beispiel? Gerne! Auf meiner Liste ganz oben: das Handy. Jeder im deutschsprachigen Raum führt ist im Munde und wird im Ausland nicht verstanden. Der so vertraute englische Begriff ist im Unterschied zum Notebook, Tablet oder des Desktop gar kein Engländer von Geburt, sondern eine umgangssprachliche Adaption. Diese sprachlichen Hybride sind aber auch zu charmant. Als Hamburger kann ich da ein Lied von singen. Der Hamburger Slang – ‘Missingsch’ genannt – ist voll von solchen Adaptionen, inklusive deren Verballhornung. Besonders hat uns der französische Einfluss geprägt. Lang ist es her, da war die französische Sprache für recht kurze Zeit allgegenwärtig. Der olle Napoleon hatte seine Kavalleriepferde nebst zugehörigen Reitern in unserem lieben Wahrzeichen, dem Michel – Auswärtige: die Hauptkirche Sankt Michaelis – untergestellt, bis der preußische General Blücher sie von dannen trieb. Geblieben sind uns noch heute benutzte Begriffe. Okay, meistens nur bei denen, die ein bisschen länger in Hamburg leben oder wie ich, der hier geboren wurde. Beispiel: Der Hamburger ist auf den Kiwiw, dass ihm ja keiner eine Plörre anbietet oder unterjubelt. Und wem das passiert, der kriegt eben halten ein herzhaftes Ätschibätsch um die Ohren. Alles drei Begriffe, die aus dem Französischen stammen. Also das Kiwiev steht für „auf Zack“ und heißt original „Qui vive?“. Die Frage der Besatzungssoldaten, wenn sich jemand in der Dunkelheit herumtrieb. Die Plörre ist einfach die ungenießbare Brühe, vom ‘pleurer’. Und Ätschibätsch als ausdruck der Schadenfreude kommt vom französischen ‘Entre êtes si bête’. Das war hoffentlich als Französisch zu erkennen. Auch aktuelle nutzen wir gerne. Begriffe, die etwas Weltläufiges haben, kosmopolitisch oder pseudowissenschaftlich daherkommen. Propaganda, Werbung, Vertrieb, Verkauf. Öffentlichkeitsarbeit klingen dagegen irgendwie provinziell, gar nicht weltläufig. Und ÖÄ macht es auch nicht besser. Mit PR kann man definitiv mehr anfangen. Wo es nicht mal die Kurzform bringt, braucht es bekanntlich eine knackige Sprache, im heutigen das Englische. Mir geht es hier und heute um den Begriff Marketing. Viele führen ihn im Munde. Wollen damit unterschiedliches ausdrücken. Aus meiner Sicht muss man sich noch mal die eigentliche Definition vom Begriff Marketing zu Gemüte führen. Nach Wikipedia gibt es natürlich die eine oder an aber die hauptsächliche ist die vier Säulen-n Strategie. Bestehend aus Produkt, Preis, Promotion und Vertrieb. Im Englischen 4 P: product, price, promotion & place. Wer also heute von Marketing geredet und das im Sinne von: das ist doch alles Promotion oder wahlweise PR, Propaganda, greift zu kurz und verengt die Sichtweise. Marketing bedeutet mehr, viel mehr. Es ist wie beim Kuchenbacken. Wir nehmen Mehl, Eiern, Zucker, also vergleichbar Arbeit an einem Produkt, die Preisfindung und Gestaltung der Werbung und dann Backpulver oder Hefe, also in unserem Fall den Vertrieb. Und wer gerade das dann weglässt, der kann nur flache Pfannkuchen backen. Volumen kriegen wir aus dieser Sache nicht. Dazu braucht es ein spezielles Treibmittel, das Bündel aus Vertriebsmaßnahmen, die auf das Ziel fokussieren: der Kunde kauft. In der Realität kann dieses Treibmittel für den Umsatz sehr unterschiedlich daherkommen. In dem einen Fall lebt man vom Empfehlungsgeschäft, in anderen investiert man in die gute alte analoge Neukunden-Gewinnung oder führt man einen online Salesfunnel zur finalen Kaufentscheidung. Und das alles kann sich dahinter verstecken, wenn jemand vom Marketing spricht. Fehlt ein Teil in diesem Viereck beziehungsweise werden die Ressourcen falsch verteilt, dann – um im Bild zu bleiben – ist das Backergebnis nicht befriedigend. Wie das Mischungsverhältnis nun genau auszusehen hat, ist eine ganz spannende Frage. Und die werden wir in einer der nächsten folgen hier im Podcast nochmal bewegen. Soviel sei schon mal gesagt: am Backpulver Vertrieb sollte man aus unsere Sicht nicht zu viel sparen. Vom Weglassen reden wir mal gar nicht. Das war´s für heute. Ich wünsche euch noch eine hoffentlich erholsame Woche: Hier ist es höllisch heiß und wir hören uns wieder am nächsten Mittwoch mit einer neuen Folge. Tschüss.

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