Mit Space Coaching Führungskräfte auf Extreme vorbereiten?

Die Trainerlotsen In eigener Sache 7 Comments

Der Weltraum fasziniert und inspiriert. Nicht nur SciFi-Autoren und Filmemacher, sondern auch Trainer und Coaches. So ist Space Coaching entstanden – eine spannende Geschichte, die wir Ihnen gleich erzählen. Vorausgeschickt sei …

Diesmal will es der Trainerlotse wissen: Wo liegt der schmale Grat zwischen wirklich sinnvollen neuen Trainingskonzepten und überdrehten Kreationen? Über die Jahre haben wir ein ziemlich sicheres Gespür dafür entwickelt (siehe auch “Training mit Tigern“).

Doch liegen wir immer richtig? Im Fall von Space Coaching interessiert uns Ihre Meinung ganz besonders: Gelungener Coup – oder exotisches Nischenprodukt?

Nachgefragt vom Trainerlotsen. Space-Coach® Alexander Maria Faßbender erzählt eine Story, die tatsächlich so passiert ist.

Ein Teil der Astronauten der ISS befindet sich gerade auf einem Außenspaziergang, gut 400 Kilometer über der Erde, als sich einer der Astronauten meldet: „Hier ist es feucht.“ Wie üblich ist die Kontrollstation in Houston zugeschaltet. Was kann das sein? Ein Problem mit der Toilette? „Die Daten sind in Ordnung. Alles O.K.“ beruhigt die Bodenstation. Das Team setzt seinen Ausseneinsatz fort.

Ich hab‘ einen nassen Kopf“, ruft der Astronaut kurze Zeit später. „In meinem Anzug befindet sich definitiv Wasser!“

Das klingt nicht gut. Housten lenkt ein und gibt das Signal für den Rückweg. Sich unkontrolliert ausbreitendes Wasser bedeutet Gefahr: Anders als auf der Erde steigt Wasser in der Schwerelosigkeit nach oben in den Helm und behindert deshalb die Atmung von der Stirn abwärts. Zugleich sieht der Astronaut nicht mehr richtig: Die Wasserblase vor seinen Augen wirkt wie eine Linse.

Jetzt heißt es: Nerven bewahren! Denn einfach zurückgehen und den Helm abnehmen – so funktioniert das nicht. Der ganze Prozess dauert selbst mit Übung einige Minuten. Im All geht nichts schnell, außer dass die Luft weg bleibt, wenn der Sauerstoffvorrat aufgebraucht ist.

Als der Helm endlich offen ist, steht das Wasser schon ‘Oberkante Unterlippe’ an der Nase. Das ist gerade noch einmal gut gegangen! Doch noch darf sich das Team nicht zurücklehnen, denn das nächste Problem steht an: Sobald der Helm geöffnet ist, breitet sich das austretende Wasser unkontrolliert aus. Ein Kurzschluss etwa könnte die Folge sein. Deshalb heißt es: sich mit Spezial-Handtüchern aufstellen, das Wasser aufsammeln und recyclen. Verschwendet wird nichts: Jeder Tropfen ist kostbar und wird benötigt.

Coaching für ein zutiefst bewegendes Erlebnis

Eine beeindruckende Geschichte, die im Original übrigens noch sehr viel mehr Details hat. Alexander Maria Faßbender erzählt sie Führungskräften und allen, die sich von der Thematik faszinieren lassen: Wenn du ein Problem siehst, glaub dir selbst, auch wenn dich deine Umwelt beschwichtigen will. Und bewahre Ruhe in allen Lebenslagen, egal was kommt. Denn es lohnt sich.

Doch wie kommt er zu so einer Story?

Schon seit gut fünf Jahren beschäftigt sich Alexander Maria Faßbender mit dem boomenden Markt des Weltraumtourismus. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Anbieter stehen in den Startlöchern. Jenseits der ohnehin schon sehr umfassenden Anforderungen an Mensch und Technik gibt es einen weiteren, besonders heiklen Punkt: die mentale Fitness der zukünftigen Weltraumtouristen.

Eine offensichtlich Lücke, findet Alexander Maria Faßbender, denn die Reisenden haben einiges zu bewältigen: Neben der körperlichen Belastung müssen sie auf unvorhersehbare Ereignisse vorbereitet sein. Auch der Besuch des Weltraums an sich ist ein tiefgreifendes Erlebnis. Nicht umsonst erzählen zurückkehrende Astronauten einstimmig, dass die Reise ins All und speziell der Blick auf die Mutter Erde ihren Blick auf das Leben verändert hat.

Unter der Überschrift „Entspannt und mit Spaß im All“ hat der studierte Psychologe deshalb ein Coaching-Programm aufgesetzt, zusammengestellt aus verschiedenen Disziplinen wie Training, Kurzzeitcoaching und Traumatherapie.

Nicht nur die privaten Anbieter greifen gerne auf das Programm zurück. Auch die offiziellen Institutionen wie NASA, ESA oder New Roskosmos arbeiten inzwischen mit der Space Coach Academy zusammen. Alle nur denkbaren und undenkbaren Situationen, die Weltraumtouristen und Profi-Astronauten widerfahren können, sind vom Space Coaching Team erdacht, durchgespielt und gelöst worden. Das Zauberwort heißt: Stressfrei bleiben! Denn im Ernstfall kommt es darauf an, schnell und sicher zu reagieren, ohne dass ein Menschenleben in Gefahr kommt – und ohne dass sich Milliarden von Geldern in Luft auflösen. In der Verantwortung stehen Touristen und Berufsastronauten gleichermaßen.

Auch für Führungskräfte gilt: Ruhe bewahren in extremen Situationen

So exotisch das Szenario auch ist: Seine zentrale Botschaft hat ebenso Bedeutung für Führungskräfte hier auf der Erde: Vertraue deiner Intuition und behalte auch in extremen Situationen die Ruhe! Subjektive Empfindung ist bekanntlich für jeden anders. Und zwar extrem anders. Notsituationen und andere schwierige Szenarien sollten deshalb trainiert werden, um in einer akuten Lage routiniert, sicher und schnell reagieren zu können.

Schwerelosigkeit macht Führungskräften hier auf der Erde nicht zu schaffen, dafür jedoch unübersichtliche Szenarien, unvorhersehbare Ereignisse, vieldeutige Situationen und ein Chor von Stimmen im persönlichen oder beruflichen Umfeld. Nicht zu wissen, wo man sich gerade befindet, an welchem Punkt eines Projektes man eigentlich schon sein sollte, bringt so manchen auch hier ins Schwimmen. „Führung extrem“, könnte man sagen. Ein kühler Kopf und weitest mögliche Stressfreiheit sind deshalb unschätzbare Vorteile. Die VUCA-Welt lässt grüßen.

Faßbender bietet seine Programme weltweit u.a. als Coaching- Lehrgang/Ausbildung an – auch in Hamburg. Da er mit dem Beginn des Weltraumtourismus in den nächsten zwei Jahren rechnet, sucht er jetzt schon dringend Pioniere für sein Team. Die Ausbildung/Lehrgang bereitet u.a. auf das Coaching von Astronauten und Weltraumtouristen vor. Zugleich erwerben Coaches eine besondere Spezialisierung für das Coaching von Führungskräften/Spitzensportler oder Menschen, die an ihre Grenzen kommen wollen oder die Höchstleistungen vollbringen müssen.

Von Astronauten lernen ist also das Fazit.

Nun die Frage an Sie, verehrte Leser: Wichtig, spannend – oder Hökenspöken? Wählen Sie! Wie schätzen Sie das Space Coaching-Programm ein?

Bitte wählen Sie:
• Interessant! Ein spannender und besonderer Ansatz für die Herausforderungen, die nicht nur
Führungskräfte heute zu bewältigen haben. Da würde ich gerne mehr erfahren!

• Weltraum-Coaching?!? Entschuldigung. Das ist mir zu abgedreht. Wir haben andere Quellen,
aus denen wir schöpfen können.

Sagen Sie uns die Meinung! Dafür danken wir Ihnen im Voraus herzlich. Wir, die Trainerlotsen . Aber auch für Alexander Maria Faßbender ist Ihr Feedback eine wichtiges Feedback im deutschsprachigen Raum (Zur Website: Space Coaching).

Unsere Umfrage: (Abstimmung endet am 6. Oktober 2017 um 19:00 Uhr)

Was halten Sie vom Space Coaching Programm?

  • interessant (35%, 8 Votes)
  • weniger sinnvoll (57%, 13 Votes)
  • bin unentschieden (9%, 2 Votes)

Abgegebene Stimmen: 23

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Über den Autor
Die Trainerlotsen

Die Trainerlotsen

Angelika Eder & Manfred Meyer sind die Trainerlotsen aus Hamburg. Sie beraten Trainer, Berater und Coachs bei der Kundengewinnung und -bindung. Von der Positionierungsberatung über die Vermarktungsstrategie bis zur Übernahme von Dienstleistungen im Vermarktungsprozeß reicht ihr Portfolio. Ihr Motto: Da geht noch was!

Kommentare 7

  1. Ich glaube an die Wirksamkeit von Managment Trainings in “fremden” Terrains – wenn der Transfer ab zu weit ist, wird es schwierig mit der Anwendbarkeit

    1. Angelika Eder

      Hallo liebe Pia Gruber!

      Absolut, das ist ein zentraler Aspekt bei solchen Settings! … ‘fremdes Terrain’ … schön gesagt! Das Debriefing und vor allem der spätere Praxistransfer sind ja immer die kritischen Erfolgsfaktoren. Vielen Dank für diese gute ergänzung – und einen schönen Abend in meine Heimat! 🙂

    2. da bin gerne und voll bei Ihnen. Dass ist genau das was wir nicht machen. Wir nehmen alles von den Astronauten und schaffen einen Transfer auf die Erde. Das ist ja gerade das faszinierende, dass Astronauten cirka 5 – 10% an Zusatzwissen haben müssen, um überhaupt Astronaut werden zu können. Die Frage die sich immer wieder auf tat war die: Was machen die denn eigentlich, dass die Astronaut werden dürfen? Was ist das Besondere? Und wie kann man den Transfer schaffen?

      Astronauten als Beruf sind im Vergleich mit allen anderen Berufen – erfolgreicher udn glücklicher. Das hat seinen Grund. Und diesen Transfer kann man schaffen ohne ins All fliegen zu müssen oder zu dürfen.

  2. Guten Morgen!
    ICh bin wahrscheinlich zu doof für die Umfrage – finde nix, was ich anklicken könnte.
    Deshalb auf diesem Kanal: Ich mag die Idee nicht, vielmehr: Es ist mir zu bombastisch. Füttert m.E. den schneller-höher-weiter Tschakka Trend, der eh schon so viele Menschen unter Druck setzt (auch viele meiner Coaching Klienten).
    Warum kannst nicht viel normaler gehen, kleiner, handhabbarer, alltagstauglicher?

    Wenn mir eine junge Führungskraft sagt: “Die Impulse aus unserer letzten Stunde waren so hilfreich. Jetzt achte ich wirklich mehr drauf, aktiver im Meeting mit meinem Chef zu sein. Ich sitze aufrechter, schau ihm in die Augen – und tatsächlich hab ich das Gefühl, er hört mir mehr zu. Danke!”
    ….dann ist das solch ein kleiner, aber enorm nachhaltiger Schritt.

    Dazu müssen wir nicht in den Weltraum.

    1. Angelika Eder

      Hallo liebe Bettina!
      Zunächst: Nein, Du bist nicht zu doof, sondern hast uns mit Deinem Kommentar auf einen technischen Fehler hingewiesen, den wir gerade beheben. Danke dafür!
      Danke auch für Deinen eindeutigen Kommentar und die ausführliche Begründung. Wenn wir die Abstimmung wieder am Laufen haben, berücksichtigen wir Deine Meinung selbstverständlich entsprechend.
      Schönes Wochenende!

  3. ja schade, dass Sie die Idee nicht mögen, dabei beschreiben Sie genau das , was eben ein “Space Coaching” auszeichnet. Die Alltagstauglichkeit ist gerade die Stärke unserer Arbeit. Nur weil etwas einen Namen hat, muss der Inhalt noch lange nicht abgespact sein.

    Die Einfachheit er Dingen und die leichte Umsetzbarkeit sind wichtige Elemente unserer Arbeit. Die Arbeit findet ja auch nicht im Weltraum statt, sondern hier auf der Erde. Und nur wenn die Kunden es wollen an den Orten wo sonst nur Astronauten trainieren, sich vorbereiten. Das ist aber nur ein “Schmankerl” oben drauf.

    Das beste was ich für die Arbeit mitgenommen haben, sind Demut und der Pioniergeist der Astronauten. Und das ist etwas was genau die Reaktion hervorruft, die Sie beschrieben haben. Das ein paar Sätze , ein paar Gedanken – die Dinge so verändern können, dass alles mit Leichtigkeit funktioniert und Freude bereitet. Wieso weil es so leicht integrierbar war oder wurde.

    1. Hallo, Herr Faßbender!
      Ich sehe für Alltagstauglichkeit andere Möglichkeiten und Herangehensweisen hilfreich als Sie – so sind nicht nur Menschen im Allgemeinen, sondern auch Coaches sehr unterschiedlich. Das ist doch fein.

      Stimmt, der Inhalt muss nicht “abgespact” sein, nur weil der Name dies vermuten lässt. Und doch: Der Ton macht die Musik und die Sprache schafft Bilder im Kopf. In meinem Kopf und in denen, die gern zu mir ins Coaching, in Workshops und in Vorträge kommen, schafft diese Weltraum Sprache eben einfach nicht die passenden, hilfreichen Bilder.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrer Arbeit – so wie ich meiner Arbeit auch viel Erfolg wünsche! 🙂
      Freundliche Grüße, Bettina Stackelberg

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