Trainieren Sie fremdsprachlich?

Manfred Meyer Profilierung, Trainervermittlung Leave a Comment

Gesucht und schwer zu finden: Trainingssichere Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen

Erinnern Sie sich noch an die Diskussionen um die Multi-Kulti-Gesellschaft? So richtig lange ist das noch nicht her. Wenn Sie sich heute in den Unternehmen umschauen, ist Multi-Kulti längst Alltag geworden. Auch für ein 30-Personen-Unternehmen ist es nicht mehr ungewöhnlich, eine Niederlassung im Ausland zu betreiben. In großen Unternehmen sitzen Kollegen mit einer anderen Muttersprache und anderem kulturellen Hintergrund im Zweifel am Nachbartisch. Jeder kann sich an drei Fingern abzählen, dass aus diesem kulturellen und sprachlichen Mix ein Trainingsbedarf entsteht.

Sprache und interkulturelles Knowhow gefordert

Ich hatte kürzlich eine Anfrage, bei der ein Vertriebshandbuch eines deutschen Unternehmens bei den Töchtern im Ausland eingeführt werden sollte. Der Auftraggeber wollte aber nicht nur eine sprachliche Übersetzung. Ihm war außerdem daran gelegen, dass die Business-Kultur vor Ort berücksichtigt wurde. Es ist kaum zu glauben, aber die Hürden bei der Suche nach einem geeigneten Trainer waren hoch. Zwar kann jeder von uns von sich behaupten, dass er einmal eine Fremdsprache gelernt hat. Aber die Fähigkeit, ein Training oder Coaching in der Fremdsprache durchzuführen, fällt als besonders auf.

Es geht aber nicht allein um qualifizierte Sprachkenntnisse. In den meisten mehrsprachigen Projekten sind außerdem interkulturelle Kompetenzen gefordert. Jeder weiß, wie unterschiedlich die Arbeitskulturen und Mentalitäten allein schon zwischen den Nachbarn Frankreich und Deutschland sind. Die Praxis in den Unternehmen ist aber noch viel farbiger: Inder, US-Amerikaner, Ost-Europäer und Deutsche etwa kommen in einem Projekt zusammen. Auf Brüche in der Verständigung kann man wetten.

Der Bedarf ist also groß, die Anzahl qualifizierter Trainer aus meiner Sicht klein. Naturgemäß sind Trainer mit sehr guten englischen Sprachkenntnissen in Deutschland noch am ehesten zu finden. Mit Französisch, Spanisch oder gar Polnisch wird es richtig eng.

Stellen Sie Ihre sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen heraus

Mein Tipp heißt deshalb: Wenn Sie als Trainer, Berater oder Coach über wirklich ausgezeichnete Fremdsprachenkenntnisse verfügen, schätzen Sie sie nicht als unwichtig ein, sondern stellen Sie sie in Ihrem Profil heraus. Auch kleine und mittlere Unternehmen haben inzwischen einen Bedarf an Trainern mit Fremdsprachenkenntnissen und interkulturellen Kompetenzen und suchen danach. Falls Sie bisher Ihre Fremdsprachenkenntnisse noch nicht anbringen konnten: Keine Sorge, das kommt noch. Die Unternehmen werden immer internationaler. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Über den Autor
Manfred Meyer

Manfred Meyer

Manfred Meyer kümmert sich beim Trainerlotsen um die Trainervermittlung. Darüber hinaus liegt die Projektsteuerung in seinen Händen. Die Themen Vertriebsstrategien, Kennzahlen, Technik und Weiterbildung 4.0 runden sein Portfolio ab. Der wirtschaftlich richtige und angemessene Preis ist sein Steckenpferd.

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