Viel Geld wird in Führungskräfte investiert

Manfred Meyer Podcast-Episode Leave a Comment

Shownotes Folge 46

Viel Geld wird in Führungskräfte investiert

Die Mitarbeiter sehen ihr Wirken trotzdem immer wieder negativ

Stichpunkte

  • Jahr für Jahr investieren Unternehmen viel Geld in Führungskräftetraining
  • Jahr für Jahr stellen Mitarbeiter ihren Vorgesetzten in Befragungen und Studien schlechte Zeugnisse aus
  • werden immer noch die ‘Falschen’ Führungskräfte, weil sie im Endeffekt dann doch besser zum Unternehmen passen

Teaser

Manfred stellt zwei Fakten fest: Es wird auf der einen Seite Jahr für Jahr viel Geld in die Führungskräfte – angehenden und bestehende – gesteckt. Auf der anderen Seite stellen Mitarbeiter in Befragungen und Studien ihren Vorgesetzten kontinuierlich schlechte Zeugnisse aus. Liegt das an der Qualität der Angebote? Das alleine kann es nicht sein. Da wirken andere Rahmenbedingungen, die sich gegenüber Trainingsmaßnahmen als resistent erweisen.

Nächste Folge am 2. Oktober 2019.

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Transkript Folge 46

Moin, Moin aus Hamburg. Hier ist wieder Manfred vom Trainerlotsen. Es gibt in jeder Branche Dinge, die sind bei genauerer Betrachtung unlogisch, irrational oder widersprechen dem gesunden Menschenverstand. Ich beobachte seit Jahren da ein Phänomen im Bereich Business-Training, das ich mir nicht richtig erklären kann. Es geht um Führungskräfte-Trainings ganz mal gemein. Das wird Land auf Land ab jedes Jahr für die unterschiedlichsten Zielgruppen der unteren, mittleren und höheren Ebene, für aktive oder angehende Führungskräfte, von zahllosen Anbietern vom Einzel Trainer bis zum Fortbildungskonzern angeboten. Und ich darf vermuten, auch deshalb, weil man damit Geld verdient. Und in der Mehrzahl wohl ganz anständig. Gleichzeitig stellen viele Studien und Befragung von Mitarbeitern zu den Führungsqualitäten ihrer Vorgesetzten Jahr für Jahr die gleichbleibend schlechte Ergebnisse fest. Im schulischen Zusammenhang heißt es dann: Versetzung stark gefährdet bzw. fraglich. Wie passt das zusammen? Objektiv eigentlich nicht. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass die Führungskräfte-Trainings in unserem Land – Ausnahmen bestätigen die Regel – nicht das schlechte Führungsverhalten zum Ziel haben. Ganz im Gegenteil. Aber warum scheint die erlebte Realität von Mitarbeitern genau dies aber nahe zu legen? Warum scheinen diese Investitionen in die Qualifikation von Führungskräften nicht nur ökonomisch zweifelhaft, sondern auf fatale Weise kontraproduktiv. Ich will hier niemanden den Schwarzen Peter zuschieben. Wie gesagt, die Anbieter alleine tragen da nicht die Verantwortung, auch wenn ich einige Angebote auf dem Markt nicht als besonders innovativ empfinde. Wirklich richtig schlechte – also solche mit falschen bzw. schädlichen Inhalten – sind nicht untergekommen. Auf Kundenseite kauft meines Wissens niemand bewusst nutzloses bis toxisches Qualifizierungszeug. Woran liegt es dann? Ich habe noch keine befriedigende Antwort gefunden. Wahrscheinlich wirken sehr starke Kräfte auf diesen Prozess ein, die das Ergebnis dieser gut gemeinten und qualifizierten Maßnahmen torpedieren. Ein Gedanke dazu: Ohne Anspruch darauf, das Phänomen komplett zu beschreiben oder zu erklären zu können – könnten diese Anstrengungen in die Qualifizierung von Führungskräften so begrenzt wirksam sein, weil zu häufig die falschen, weil ungeeigneten Kandidaten diese Förderung erfahren und dann im Führungsalltag doch nur wieder ihren persönlichen und formal erfolgreichen Handlungsoption folgen? Und sich damit dann auch kompatibel zur eigentlichen Unternehmenskultur erweisen, die zum Beispiel dem kurzfristigen Profit alles andere unterordnet? So, das war’s für diese Woche. Wir hören uns wieder am, nächsten Mittwoch. Bis dann:Tschüss!

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